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Dr. Woisetschläger & Dr. Mutschlechner
Wirtschaftstreuhand - Steuerberatungsgesellschaft mbH

Laufende Unterhaltszahlungen sind generell nicht als außergewöhnliche Belastung abzugsfähig, erfolgen sie

  • an den (geschiedenen) Ehegatten
  • an den dauernd getrennt lebenden Ehepartner
  • an (un-)eheliche Kinder
  • an Kinder aus geschiedenen Ehen
  • an mittellose Angehörige und
  • an den Lebensgefährten, mit dem er/sie mit mindestens einem Kind in einer eheähnlichen Gemeinschaft lebt.

Unterhaltsleistungen für Kinder erfolgen entweder mittels der Familienbeihilfe und dem Kinderabsetzbetrag oder durch den Unterhaltsabsetzbetrag.

Katastrophenschäden

Darunter fallen Aufwendungen zur Beseitigung von Katastrophenschäden, insbesondere Hochwasser-, Erdrutsch-, Vermurungs-, Lawinen- und Schneekatastrophenschäden sowie Sturmschäden. Absetzbar sind die Aufräumungsarbeiten und die Wiederbeschaffungskosten der zerstörten Wirtschaftsgüter allerdings nur, wenn diese den in- oder ausländischen Hauptwohnsitz betreffen. Absetzbar sind nur Kosten der Beseitigung eines bereits eingetretenen Katastrophenschadens. Aufwendungen, die hinsichtlich der Abwehr künftiger Katastrophen getätigt werden, sind nicht absetzbar.

Kosten einer auswärtigen Berufsausbildung von Kindern

Aufwendungen für eine Berufsausbildung eines Kindes außerhalb des Wohnortes sind mit einem Pauschalbetrag als außergewöhnliche Belastung zu berücksichtigen, wenn im Einzugsbereich des Wohnortes keine entsprechende Ausbildungsmöglichkeit besteht. Die Abgeltung erfolgt über einen nicht überschreitbaren Pauschalbetrag von 110 € monatlich.

Kein Selbstbehaltabzug gilt desweiteren auch für den Erhalt der erhöhten Familienbeihilfe, bei Behinderungen (nach tatsächlichem Aufwand oder wenn die Aufwendungen höher als die pflegebedingte Geldleistung ist) und für die Kinderbetreuung.

Außergewöhnliche Belastungen mit Selbstbehalt

Beispiele für außergewöhnliche Belastungen, bei denen ein Selbstbehalt zu berücksichtigen ist:

  • Krankheitskosten: Arzt, Medikamente, Heilbehelfe etc.
  • Kosten für ein Alters- oder Pflegeheim oder eine Hausbetreuung, wenn sie aufgrund von Krankheit, Pflege- oder besonderer Betreuungsbedürftigkeit entstehen
  • Begräbniskosten sowie Grabmal bis je maximal € 5.000,00, wenn sie den Nachlass übersteigen
  • Kurkosten im Zusammenhang mit einer Krankheit

Eine Belastung erwächst zwangsläufig, wenn sich der Steuerpflichtige ihr aus tatsächlichen, rechtlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann. Der Tatbestand der Zwangsläufigkeit gilt jedoch als nicht erfüllt, wenn die Belastung vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt worden ist, oder Folge eines freiwilligen Verhaltens des Steuerpflichtigen ist.

Als Bemessungsgrundlage dient hier das Kriterium der Überschreitung des vom Steuerpflichtigen zu tragenden Selbstbehaltes.

Der Selbstbehalt errechnet sich aus den Gesamteinkünften abzüglich der Sonderausgaben. Je nach Einkommenshöhe beträgt der höchstmögliche jährliche Selbstbehalt:

Einkommen Höchstbetrag jährlich
bis zu € 7.300,00 6 %
mehr als € 7.300,00 bis zu € 14.600,00 8 %
mehr als € 14.600,00 bis zu € 36.400,00 10 %
mehr als € 36.400,00 12 %
Verringerter Selbstbehalt  
Dem Steuerpflichtigen steht der Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag zu Minus 1 %
Für jedes Kind, für das mindestens sechs Monate der Kinder- oder Unterhaltsabsetzbetrag gewährt wird Minus 1 %
Dem Steuerpflichtigen steht kein Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag zu,
  • er ist aber mehr als sechs Monate im Kalenderjahr verheiratet oder eingetragener Partner, lebt vom (Ehe-) Partner nicht dauernd getrennt und
  • der (Ehe-)Partner erzielt Einkünfte von höchstens € 6.000,00 jährlich.
Minus 1 

Aufwendungen werden nur dann als außergewöhnlich bezeichnet, insofern sie höher sind als jene, die der Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommens- und Vermögensverhältnisse erwachsen. Dies betrifft nicht Aufwendungen welche als "gewöhnliche" Belastung des täglichen Lebens gelten.

Zu beachten sind hierbei vor allem die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Steuerpflichtigen. Die selben Aufwendungen bei niedrigen Vermögensverhältnissen können bei entsprechend gehobenem Einkommen durchaus in den Bereich der normalen Lebensführung fallen.