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Dr. Woisetschläger & Dr. Mutschlechner
Wirtschaftstreuhand - Steuerberatungsgesellschaft mbH

Wenn die Umsätze (einschließlich Eigenverbrauch) des gesamten Jahres EUR 22.000,00 netto nicht überstiegen haben, sind Kleinunternehmer automatisch steuerbefreit. In diesem Fall darf keine Umsatzsteuer in Rechnung gestellt werden und auch keinen Vorsteuerabzug geltend gemacht werden.

Für alle anderen Fälle gilt, dass alle Lieferungen und sonstigen Leistungen, die der Unternehmer im Rahmen seines Unternehmens im Inland gegen Entgelt ausführt der Umsatzsteuer unterliegen.

In Österreich gelten folgende Steuersätze:

10%, ermäßigter Steuersatz (Fallbeispiele, diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)

  • hauptsächlich Nahrungsmittel
  • Speiseeis
  • Wasser
  • Milch
  • Bücher
  • Zeitungen

13%, ermäßigter Steuersatz (Fallbeispiele, diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)

  • lebende Tiere
  • Pflanzen
  • Brennholz
  • Tierfutter
  • Kunstgegenstände und Antiquitäten

20%, Normalsteuersatz für alle sonstigen Gegenstände und Leistungen

 

Da die Umsatzsteuer den Unternehmer nicht belasten soll, kann er einen sogenannten Vorsteuerabzug geltend machen, sofern die aufgelisteten Kosten einen direkten betrieblichen Bezug aufweisen und somit als "abzugsfähig" bezeichnet werden können. Dies hat das Ziel die Umsatzsteuerbelastung eines Unternehmers an den Endverbraucher als sogenannte Mehrwertsteuer weiterzuleiten.

Die Einkommensteuer wird im Veranlagungsweg erhoben. Dazu ist eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abzugeben. Auf Grund dieser Erklärung wird die Einkommensteuer ermittelt und mit Einkommensteuerbescheid vorgeschrieben. Bei der Veranlagung werden auch die nichtselbständigen Einkünfte miteinbezogen. Die von der Lohnverrechnung bereits einbehaltene Lohnsteuer wird auf die Einkommensteuer angerechnet.Das Einkommen selbst setzt sich zusammen aus der Summe der einzelnen Einkünfte, welche sich auf die folgenden sieben Einkunftsarten verteilen:

Betriebliche Einkünfte (Gewinneinkünfte)

  • Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft (Landwirte, Gärtner u.Ä.)
  • Einkünfte aus selbständiger Arbeit (insbesondere Freiberufler wie Architekten, Rechtsanwälte, Notare, Wirtschaftstreuhänder, Aufsichtsräte; Geschäftsführer einer GmbH, an der gleichzeitig eine Beteiligung von mehr als 25 Prozent besteht)
  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb (alle sonstige, selbständigen, nachhaltigen Tätigkeiten, die über bloße Verwaltung des eigenen Vermögens bzw. durch Vermietung hinausgehen)

Außerbetriebliche Einkünfte (Überschusseinkünfte)

  • Einkünfte aus nicht selbständiger Arbeit (z.B. Angestellte, Arbeiter, Pensionisten)
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (Immobilienvermietung)
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen (Sparbücher, Wertpapiere - welche jedoch üblicherweise mit der Kapitalertragsteuer endbesteuert sind).
  • Sonstige Einkünfte (Leibrenten, Gewinne aus privaten Grundstücksveräußerungen, Spekulationsgewinne, Einkünfte aus gelegentlichen Vermittlungen und anderen Leistungen, Funktionsgebühren)
Vermögenszuwächse, die nicht unter die sieben Einkunftsarten fallen, unterliegen nicht der Einkommensteuer (z.B. Spiel-, Lotteriegewinne, Schenkungen).Vom Gesamtbetrag der Einkünfte werden die Sonderausgaben und die außergewöhnlichen Belastungen sowie Kinderfreibeträge abgezogen. Das so ermittelte Einkommen bildet die Basis für die Berechnung der EinkommensteuerVermögenszugänge, die von dieser Bestimmung nicht umfasst sind oder die ausdrücklich als nicht steuerbar bezeichnet werden, unterliegen nicht der Einkommensteuer, wie zum Beispiel:
  • Erbschaften;
  • Schenkungen;
  • Gewinne aus Glückspielen und Wetten;

Tarifstufen und Berechnungsformeln zum Einkommensteuertarif vom Unternehmensservice Portal

Eine Firma ist der Name, unter dem ein Kaufmann seine Geschäfte betreibt, seine Unterschrift leistet und unter dem er klagen und verklagt werden kann. Man spricht auch von einer Firmierung. Der Firmenname ist offiziell zu registrieren und muss, je nach Art der Firma, bestimmten Kriterien entsprechen:

  • Personenfirma (Information über den Inhaber)
  • Sachfirma (Information über den Geschäftszweck)
  • Fantasiefirma (Nur dann zulässig, wenn sie zur Kennzeichnung des Unternehmers geeignet ist, Unterscheidungskraft besitzt und keine irreführenden Angaben enthält)

Es ist auch möglich, diese Elemente kombiniert zu verwenden. Man sollte jedoch bedenken, dass Firmen, die aus rein beschreibenden Sach- oder Branchenbegriffen gebildet sind, oft keine Kennzeichnungseignung aufweisen ("Floristik e.K.").

Man muss zwischen Firmen-, Unternehmens- und Geschäftsbezeichnung unterscheiden. Unternehmen, die nicht im Handelsregister eingetragen sind wie Kleingewerbetreibende und Freiberufler, gelten nicht als Firma und können somit auch nicht offiziell firmieren; diese sind als Selbständige unter ihrer Unternehmensbezeichnung tätig, die aus dem kompletten Namen des Inhabers bestehen muss.

Folgende Personengruppen sind nach dem GSVG pflichtversichert:

  • Selbstständig erwerbstätige Personen
    • Neue Selbstständige
  • Natürliche Personen, die Mitglieder der Wirtschaftskammer Österreich sind
    • Einzelunternehmer mit Gewerbeberechtigung
    • Werkvertragstätigkeit mit Gewerbeberechtigung
  • Gesellschafter einer OG, wenn die Gesellschaft Mitglied der Wirtschaftskammer Österreich ist
  • Komplementäre einer KG, wenn sie Mitglieder der Wirtschaftskammer Österreich sind
  • Gesellschafter oder Geschäftsführer einer GesmbH, wenn die Gesellschaft Mitglied der Wirtschaftskammer Österreich ist

Mit dem Besitz einer Gewerbeberechtigung geht immer gleichzeitig eine Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer Österreich einher.

Der Versicherungsumfag des GSVG beinhaltet eine Kranken-, Unfall- und Pflegeversicherung, nicht jedoch eine Arbeitslosenversicherung. Letztere kann jedoch freiwillig zusätzlich versichert werden.

Das Firmenbuch ist ein zentrales, öffentliches EDV-Verzeichnis. Im Firmenbuch sind wichtige Informationen über zahlreiche Unternehmen zu finden. Vorrangiger Zweck des Firmenbuchs ist es, dem Geschäftsverkehr eine Möglichkeit zu eröffnen, relevante Informationen über die eingetragenen Unternehmen einzuholen.

Eingetragen sind alle österreichischen Kapitalgesellschaften (GesmbH, AG), Personengesellschaften (OG, KG) und Genossenschaften.

Einzelunternehmer können sich freiwillig ins Firmenbuch eintragen lassen. Erst wenn ein Einzelunternehmen in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren einen Umsatz von jeweils über 700.000 Euro oder aber in einem Jahr einen Umsatz von über 1.000.000 Euro aufweist, wird die Eintragung ins Firmenbuch verpflichtend.