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Dr. Woisetschläger & Dr. Mutschlechner
Wirtschaftstreuhand - Steuerberatungsgesellschaft mbH

  1. Allgemeine Hinweise
  2. Personengesellschaften (OG, KG)
  3. Kapitalgesellschaft (GmbH)

Allgemeine Hinweise

Im Vorfeld der Unternehmensgründung steht die Wahl der Rechtsform an. Dies ist eine schwierige Entscheidung, da es keine Rechtsform gibt, die auf Dauer immer vorteilhaft ist. Gründe, die zunächst auf eine geeignete Wahl hindeuten, können sich früher oder später ändern, weswegen die Zurateziehung eines Experten unbedingt zu empfehlen ist.

Die Entscheidung, welche Rechtsform gewählt werden soll, ist äußerst komplex, da nicht nur steuerliche Überlegungen eine maßgebliche Rolle spielen. Es geht dabei auch um wichtige zivil-, gesellschafts-, und sozialversicherungsrechtliche Aspekte.

Personengesellschaft (OG, KG)

Hauptvorteile:

  • OG: Kontrolle und Arbeitsteilung möglich;
  • OG: Risikostreuung;
  • OG: Keine Einlagen erforderlich;
  • KG: Komplementär: Erhalt einer Haftungsprovision;
  • KG: Kommanditist: Beteiligung ohne Pflicht zur Mitarbeit;
  • KG: Niedriger Einkommensteuertarif;

 

Kapital:

  • Gesellschafter leistet eine Kapitaleinlage in frei wählbarer Höhe;
  • Eine Einlage als Arbeitsleistung ist ebenfalls möglich;

 

Haftung:

  • OG: volle Haftung aller Gesellschafter, auch mit dem Privatvermögen;
  • KG:Komplementär haftet voll, Kommanditisten haften bis zur Höhe der Einlage (frei gestaltbar);

 

Hauptnachteile:

  • OG / KG: Unbeschränkte Haftung (Komplementär);
  • OG: Geringe steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten;
  • OG: keine sozialversicherungsrechtlichen Optionen;
  • OG: Eingeschränkte Finanzierungsmöglichkeiten;
  • KG: Kommanditist: beschränkte Kontroll- und Entscheidungsmöglichkeiten;

 

Steuerrecht:

  • OG / KG: Einkommensteuerpflicht aller Gesellschafter;

 

Gewerberecht:

  • OG / KG: Befähigungsnachweis durch Gesellschafter oder Geschäftsführer;

 

Sozialversicherung:

  • OG: Pflichtversicherung nach GSVG;
  • KG: Komplementär: Selbstständigenpflichtversicherung;
  • KG: Kommanditist: ASVG-Versicherung;

 

Gewinnfreibetrag:

  • Natürliche Personen können bei betrieblichen Einkünften einen Grundfreibetrag von 13 % des Gewinns geltend machen (maximal jedoch 13 % von € 30.000,00);
  • darüber hinaus steht ein investitionsbedingter Gewinnfreibetrag zu, welcher in Summe maximal 45.350 € betragen darf;
  • der Grundfreibetrag steht auch Basispauschalierern zu;

 

Zwingende Organe:

  • OG: Mindestens zwei Gesellschafter;
  • KG: Komplementär und Kommanditist;

 

OG Die jeweilige Beteiligung an der OG richtet sich nach der Höhe Ihrer Einlage als Gesellschafter. Sofern nicht anders in dem Gesellschaftsvertrag geregelt, wird der Gewinn bzw. Verlust ebenfalls in diesem Verhältnis aufgeteilt.

KG: Gewinne und Verluste werden entsprechend der Beteiligung an der KG zugewiesen.

 

Kapitalgesellschaft (GmbH)

Hauptvorteile:

  • Haftung auf Stammeinlage beschränkt;
  • Geringe Besteuerung (KöSt.);

 

Kapital:

  • Mindeststammtkapital einer GmbH beträgt € 35.000,00 (die Hälfte davon muss in Bar aufgebracht werden);
  • für Neugründer gibt es ein Gründungsprivileg mit einem Stammkapital von 10.000 € für 10 Jahre;

 

Haftung:

  • Gesellschafter haften beschränkt;
  • Gesellschaft haftet grundsätzlich mit Gesellschaftsvermögen, in bestimmten Fällen haftet der/die handelsrechtliche GeschäftsführerIn;

 

Hauptnachteile:

  • hohe Gründungskosten;
  • Bilanzierungspflicht;
  • erforderliches Mindeststammkapital;
  • Publizitäts- und Prüfungspflichten;

 

Steuerrecht:

  • Körperschaftsteuerpflicht;

 

Gewerberecht:

  • Befähigungsnachweis durch gewerberechtlichen Geschäftsführer;

 

Sozialversicherung:

  • geschäftsführender Gesellschafter: bei geringer Beteiligung nach ASVG, ansonsten GSVG;

 

Gewinnfreibetrag:

  • Kapitalgesellschaften können keinen Gewinnfreibetrag geltend machen;

 

Zwingende Organe:

  • Geschäftsführer, Generalversammlung oder Aufsichtsrat (wenn Stammkapital größer als 70.000 €);

 

Als juristische Person mit eigener Rechtspersönlichkeit kann die GmbH sowohl klagen, als auch geklagt werden.